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Kurzbeschreibung

Das Proseminar "Planung, Durchführung und Evaluation der One-to-One-Tutorien" dient der Vorbereitung, Begleitung und Evaluation der sogenannten "One-to-One-Tutorien". In diesem Praktikum unterrichtet ein Studierender des Zusatzstudiums Deutsch als Fremdsprache wöchentlich ein Semester lang einen ausländischen Studierenden. Ein studentisches Tutorium begleitet das Proseminar. Im Mittelpunkt des Proseminars stehen die folgenden Themen: Verfahren der Sprachstandserhebung, Testen und Prüfen, Fehleranalyse und Fehlerkorrektur, Übungs- und Aufgabentypologien, Unterrichtsplanung und –auswertung sowie Auswahl und Didaktisierung von Texten und Übungsmaterialien zu den vier Basisfertigkeiten Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen.

Das Begleitseminar für das "One-to-One-Tutorium" gliedert sich in fünf Phasen: die Vorbereitungsphase (2 Monate), die Präsenzphase I (3 Blockveranstaltungen mit jeweils 4 Seminarsitzungen), die Phase des eigenverantwortlichen Unterrichtens (und Bearbeitens von Aufgaben), die Präsenzphase II (3 Seminarsitzungen in der zweiten Hälfte des Semesters) und die Evaluationsphase (abschließende Reflexion und Seminargespräch). Die Präsenztermine werden als Blockveranstaltungen durchgeführt, die Phasen der Vorbereitung und des selbstständigen Unterrichtens werden online über die Lernplattform Blackboard begleitet.

Mit dem Blended-Learning-Ansatz wird das Ziel verfolgt, in den Zeiten vor und zwischen den Präsenzveranstaltungen die eigene Arbeitsorganisation zu erleichtern und in moderierten Diskussionsforen den Austausch mit den Kommiliton/innen zu ermöglichen und über Unterrichtsentwürfe und Erfahrungen im Praktikum zu diskutieren, diese zu reflektieren und gemeinsam Inhalte zu erstellen.

Inhaltsverzeichnis

Lehrveranstaltung

Titel der Veranstaltung"Planung, Durchführung und Evaluation der One-to-One-Tutorien"

Veranstaltungstyp

Proseminar und Praktikum

Fachbereich/InstitutPhilosophie und Geisteswissenschaften, Zusatzstudium DaF
Lehrende/rMaik Walter
Studierendenzahl (pro LV)Ca. 12 (pro Lehrveranstaltung)
SWS/LP6 SWS

Werkzeuge

  • Intensive Nutzung der Lernplattform Blackboard in allen Phasen:
    • Inhaltsbereiche für die Bereitstellung von Material, studentische Ausarbeitungen, Werkzeuge
    • Diskussionsplattform zum Austausch über Unterrichtsentwürfe, zur Diskussion von Lernerfragen, zum kooperativen Arbeiten, zur Reflektion der Unterrichtserfahrungen
    • Wöchentliche Veröffentlichung der Unterrichtsskizzen (Festsetzung eines konkreten Unterrichtsziels, einer knappen Verlaufsplanung und einer Reflexion des durchgeführten Unterrichtsversuchs). Die Abbildung 1 zeigt die Struktur des Diskussionsforums (aus Walter 2008).
  • Eine detaillierte Beschreibung des Blended-Learning-Szenarios und dessen Umsetzung finden Sie in .

Diskussionsplattform im Blackboard-Kurs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung 1: Diskussionsplattform im Blackboard-Kurs

Umsetzung

In den Vorbereitungsphasen vor den Präsenzterminen werden Lerninhalte online bereitgestellt, Studierende können darüber hinaus eigenes Material beitragen. Material für die Blockseminare, wie z. B. Handout zu den Referaten, werden allen Teilnehmer/innen zur Verfügung gestellt. In den Präsenzphasen werden in Form von Präsentationen des Dozenten, Referaten der Studierenden usw. die Grundlagen der Unterrichtsgestaltung auf der Basis der Sprachlehr- und -lernforschung thematisiert. Die Phase des selbständigen Arbeitens wird online betreut: Studierende planen eigene Unterrichtsversuche in Form von Unterrichtskizzen und stellen diese über die Lernplattform bereit. Auch die Auswertung erfolgt online. Daneben werden im Laufe des Semesters den Studierenden Online-Aufgaben gestellt, die zum Teil kooperativ bearbeitet werden.

Erfahrungen des Lehrenden

Ein unbestrittener Mehrwert wird – gerade zur Einführung einer Lernplattform in die eigene Lehre – mit einem hohen Vorbereitungs- und dementsprechenden Zeitaufwand erkauft." Lehrbeauftragte, die nur einmalig eine Lehrveranstaltung anbieten, rate ich deshalb definitiv von einer umfassenden Einbindung einer Lernplattform ab. Für Dozenten, die standardisierte Kurse unterrichten, lohnt sich dieser Aufwand jedoch. Die investierte Zeit ist gut angelegt, was die Ergebnisse der Seminare gezeigt haben und was ab dem zweiten Durchlauf auch in der Zeitbilanz des Dozenten positiv zu Buche schlägt. Das gesamte Praktikum wurde von den Studierenden umfassend einerseits mithilfe der Delphi-Methode anonym und andererseits in einer schriftlichen Reflexion und einer Gesprächsrunde nichtanonym evaluiert. Dabei wurde von den Studierenden das E-Learning-Angebot besonders positiv bewertet. In den Gesprächsrunden ergaben sich gerade in den ersten beiden Durchläufen sehr konstruktive Vorschläge, das Angebot übersichtlicher zu gestalten. Es wurde zudem auch auf nicht verwendete Funktionen (wie den Terminkalender) aufmerksam gemacht. Diese Vorschläge wurden jeweils in der Aktualisierung des Angebots für den folgenden Einsatz berücksichtigt (Walter 2008:4).

Weiterführende Informationen

Unterstützungsangebote von CeDiS

  • Beratung zum Einsatz digitaler Lösungen in der Lehre: Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) verfügt über langjährige Erfahrungen beim Einsatz digitaler Medien und Systeme im Bereich des Lehrens, Lernens und Forschens und berät umfassend zu deren Einsatz im gesamten akademischen Umfeld und insbesondere an der Freien Universität Berlin.
  • Schulungen und Workshops: Für Lehrende an der Freien Universität Berlin (Professor/innen, Mitarbeiter/innen, Tutor/innen) sowie Lehrende anderer Hochschulen bietet CeDiS Schulungen und Workshops zum Thema Lehren und Lernen mit digitalen Medien an. Diese Kurse sollen die Teilnehmer/innen befähigen, selbst Online-Elemente in ihrer Lehre einzusetzen.
  • Das Präsidium der Freien Universität unterstützt E-Learning-Initiativen: Mit dem E-Learning-Förderprogramm werden finanzielle Mittel für Lehrende zur Verfügung gestellt, die ihre Lehrveranstaltungen nachhaltig durch Technologie- und Medienunterstützung bereichern und qualitativ verbessern. Es können alle in der Lehre tätigen Wissenschaftler/innen bzw. Institutionen der Freien Universität ohne die Charité-Universitätsmedizin gefördert werden.