Child pages
  • Grundlegendes zum Minnesang

Versions Compared

Key

  • This line was added.
  • This line was removed.
  • Formatting was changed.

...

Phase

Zeit

Charakteristika

Vertreter

1

Mitte des 12. Jahr-hunderts

donauländischer Minnesang (bis 1170):

  • natürliche Auffassung von der Liebe
  • vergleichsweise ungekünstelt
  • aber: durchaus standesgebundene Formen und Symbole
  • die Ursprünge dieser nicht ganz eigenen Gattung sind bisher unbekanntfrüher romanischer Minnesangfrüher romanischer Minnesang

Dietmar von Aist







Rudolf von Fenis

2

1170-1190

hoher Minnesang

  • v.a. im Ober- und Mittelrhein
  • im Vordergrund steht der Frauendienst, also das Dienstverhältnis zwischen Ritter und höfischer Dame
  • zentrale Begriffe: triuwe (Treue), mâze (Maß, Bescheidenheit), hôher muot (Hochstimmung, Stolz)
  • gerade der Minnesang dieser Zeit wurde häufig mit der Kreuzzugsthematik verbunden

Heinrich von Veldeke
Friedrich von Hausen

3

1190

Höhepunkt

  • die Macht und Gnadenlosigkeit der Minne wird immer mehr hervorgehoben – auch in anderen Gattungen
  • Auftreten der niederen Minne

Heinrich von Morungen
Reinmar der Alte
Walther von der Vogelweide

4

13. Jahrhundert

Ausklang

  • Form und Themen wurden zunehmend variiert und zugleich die hohe Minne immer wieder parodiert
  • Nachfolge: Meistersang

Neidhart von Reuental, Heinrich von Meissen

...