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  • Grundlegendes zum Minnesang

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Dafür lassen sich zweierlei Gründe finden: Einerseits könnten die Handschriften entstanden sein, während das Lied mündlich gesungen wurde und ggf. noch im Verändern begriffen war, sodass von Hof zu Hof, von Stadt zu Stadt andere Niederschriften entstanden. Andererseits könnten die Minneverfasser selbst Fassungen erstellt haben, die für die Handschriften abgeschrieben wurden, wobei die üblichen Abweichungen, Fehler oder Uminterpretationen der Schreiber entstanden. Beide Gründe weisen aber in jedem Fall darauf hin, dass Beweglichkeit offenbar ein genuines Merkmal der Minnelyrik ist.

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Dieser Ausschnitt der Jenaer Liederhandschrift zeigt, dass einige Handschriften sogar Noten beinhalten. Bei deren Deutung ist aber Vorsicht geboten, da sich das mittelalterliche Notensystem deutlich von dem heutigen unterscheidet.

Die Heidelberger Manesse (Handschrift C) ist ein besonders gutes Beispiel dafür, dass Strophen mitunter durcheinander auftreten und Gedichte bisweilen sogar über Seiten zusammengesucht werden müssen.

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