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Schreiben im Studium hat verschiedene Funktionen: Sie machen sich Mitschriften bei Vorträgen oder Vorlesungen, Sie notieren sich Gedanken bei der Fachlektüre, sie schreiben sich zentrale Begriffe des Lernstoffs vor Klausuren auf, sie schreiben Kommentare, um sich Gelesenes zu erklären, um es besser verstehen zu können und Sie verfassen eigene Texte.

Wie beim Lesen ist auch beim Schreiben wichtig, dass Sie eine Vorstellung davon haben, was Sie tun wollen. Das hängt davon ab, was von Ihnen verlangt wird und welche Absicht Sie mit der Arbeit verbinden. Wozu leisten Sie einen Beitrag, außer dass Sie eine bestimmte Auflage erfüllen, um die angestrebte Qualifikation zu erreichen.

Informieren Sie sich über die an Ihrem Fachbereich / Institut geforderte Textart und Darstellungsform und machen Sie sich die Standards für wissenschaftliche Texte in Ihrer Fachdisziplin klar.



Grundsätzlich lässt sich sagen,

  • dass wissenschaftliche Texte erkennen lassen, wie das dargestellte Wissen erworben wurde. Es muss ersichtlich sein, ob es eigene Überlegungen sind oder worauf Sie sich beziehen. Es muss transparent sein, auf wen bzw. welche Texte oder welche Untersuchungen Sie sich beziehen und Sie müssen den Prozess der Erkenntnisgewinnung methodisch begründen.
  • Sie müssen objektiv sein, dass heißt Urteile und Bewertungen müssen Sie deutlich von der Darstellung wissenschaftlicher Aussagen unterscheiden.
  • Sie müssen den wissenschaftlichen Kontext erkennbar machen. Sie müssen Ihre Bearbeitung eines Themas in den Kontext des Fachwissens einordnen. Damit wird auch die eigene Position sichtbar. Ihre Aufgabe entspricht der einer Moderatorin oder eines Moderators: wenn laden Sie zum Fachgespräch und wie gelingt es Ihnen die verscheidenen Aussagen aufeinander zu beziehen?
  • Die Sprache muss eindeutig und präzise sein. Sie müssen also zentrale Begriffe definieren und die im Fach üblichen Begriffe kennen und verwenden.

Folgende Beurteilungskriterien sind häufig bei der Bewertung schriftlicher Arbeiten relevant. Dies kann jedoch von Fach zu Fach variieren, achten Sie auf die Angaben Ihrer Dozent*innen.


Inhalt + Aufbau: Fragestellung, Methodik, Ausgewogenheit der Gliederung, Logik, Klarheit, Kreativität, Darstellung von Zusammenhängen, Relevanz der Arbeit, Vollständigkeit, Auswahl der Literatur und Verarbeitung der themenrelevanten Literatur, sachliche Richtigkeit, Umgang mit der Fachterminologie

Reflexion: kritische Auseinandersetzung, gedankliche Vertiefung, eigenständige Beurteilung, Differenzierungsvermögen

Formalia: Rechtschreibung, Ausdruck, Zitierweise, Quellenangabe, Einheitlichkeit, Layout


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