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Kurzbeschreibung

Die Lehrenden und Studierenden des weiterbildenden Masterstudiengangs Intellectual Encounters of the Islamicate World sind in über sieben Ländern auf der ganzen Welt verteilt. Um die standortübergreifende Lehre und Zusammenarbeit ohne Reisekosten zu ermöglichen, wird der Studiengang in einem Blended-Learning-Format mit nur drei Präsenzphasen angeboten. Die Nutzung von digitalen Werkzeugen ermöglicht die standortübergreifende Lehre. Die Lehrveranstaltungen werden in Online-Sitzungen mit Adobe Connect durchgeführt; die Lehrmaterialien werden in der Lernplattform zur Verfügung gestellt und auch die Betreuung der Masterarbeit erfolgt online über ein Wiki.

Inhaltsverzeichnis

Lehrveranstaltung

VeranstaltungstypOnline-Sitzungen
TN-ZahlIm Wintersemester 2013/14 haben 13 Teilnehmer/innen aus verschiedenen Ländern (sieben Zeitzonen) an den Online-Seminaren teilgenommen.
Dauer

Die Online-Seminare fanden zwei Mal pro Woche statt. Für jede Online-Sitzung war eine Dauer von dreieinhalb Stunden vorgesehen.

Werkzeuge

  • Adobe Connect mit folgenden Pods: Frage-Antwort, Video, Chat, Dokumentenfreigabe, Aufzeichnungen, Abstimmungen, Weblinks
  • Die Lernplattform Moodle (Material, Kommunikation, Online-Räume Verlinkung, Screencast mit Informationen und Verlinkung der Vorlesungsaufzeichnungen)
  • Ein Wiki für die Betreuung der Masterarbeit

Umsetzung

Zu Beginn des Semesters werden sowohl die Studierenden als auch die Lehrenden in den genutzten Werkzeugen geschult. Gerade bei Adobe Connect ist das Ziel der Schulung nicht nur die technische Einführung, sondern auch der Abbau von Berührungsängsten und Hemmungen.

Die Termine für die Online-Sitzungen stehen bereits zu Beginn des Semesters fest. Bei der Terminwahl wird die Zeitverschiebung in den Ländern der Teilnehmer/innen berücksichtigt. Studierende und Lehrende rufen den Link der jeweiligen Sitzung auf, um sich im virtuellen Adobe-Connect-Raum zu treffen. Inhalt und Ablauf der Online-Sitzungen variieren je nach Veranstaltungstyp und können folgende Elemente beinhalten: Lehrvortrag, Referate, Diskussionen, Abstimmungen. Dabei werden die technischen Möglichkeiten des virtuellen Raumes genutzt: Frage-Antwort (Protokollierung der während der Sitzung gestellten Fragen), Video, Chat, Dokumentenfreigabe, Aufzeichnungen, Abstimmungen. Ein Mitarbeiter des Studiengangs moderiert und betreut die Online-Sitzungen. Er bietet dabei sowohl technische als auch organisatorische Unterstützung an und produziert live eine Aufzeichnung.

Im Anschluss an jede Online-Sitzung wird die Aufzeichnung der Sitzung auf der Lernplattform zur Verfügung gestellt, wo sie die Studierenden jederzeit ansehen können. Ein Forum steht für Diskussion außerhalb der Online-Sitzungen zur Verfügung, ebenso stehen für Gruppenarbeiten zwei stets offene Adobe Connect "Lounges" bereit.

Online-Seminar über 7 Zeitzonen

Abbildung 1: Online-Seminar im Adobe-Connect-Raum

Erfahrungen der Lehrenden

Die Lehrenden und Studierenden sind mit dem Einsatz von Adobe Connect sehr zufrieden. Das leichte Einbinden von Videos, Powerpoint- und PDF-Dateien wird dabei besonders geschätzt. Allerdings war die Qualität der Aufzeichnungen nicht ausreichend (Ton und Bild zum Teil asynchron). Aus diesem Grund wurde eine alternative Aufzeichnungslösung mit der Software Wirecast angewendet.

Die Dauer der Online-Sitzungen (4 Stunden) hat sich als zu lang erwiesen. Die Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmer/innen schwankte, so dass einige Beteiligte zu der Äußerung gelangten: "Online-Lehre ist anstrengender als Präsenzlehre". Deshalb sollte das Lehrkonzept die Besonderheiten der Online-Kommunikation und Zusammenarbeit berücksichtigen. Im Vergleich zu einer Präsenzveranstaltung sinkt die Aufmerksamkeitskurve der Studierenden schneller und die Gefahr der Ablenkung ist höher. Die Dauer der Online-Sitzungen wurde auf drei Stunden angepasst und mit regelmäßigen Pausen versehen.

Den Lehrenden fehlte zudem das nonverbale Feedback der Studierenden (Körperhaltung, Mimik). Dies kann durch die Einforderung von alternativen Feedbackformen kompensiert werden (schriftlich, mündlich oder durch Microfeedback).

Obwohl die Online-Sitzungen überwiegend reibungslos abliefen, war bei gelegentlichen technischen Schwierigkeiten der technische Support aus der Ferne eine Herausforderung. Mit Hilfe von Email-Kommunikation, Skype und Remote-Desktop-Verbindungen sowohl über Adobe Connect als auch externe Programme konnten die meisten Probleme behoben werden. Am häufigsten waren hierbei das "Lock-Up" von Kamera und Mikrophon durch andere Anwendungen (z. B. Skype), sowie das Management von niedrigen Bandbreiten und hoher Latenz. Um den Support-Aufwand langfristig niedrig zu halten, wurden für häufige Probleme kurze (30 bis 90 Sekunden) Screencasts erstellt, die z. B. mögliche Quellen von Kamera Lock-Ups oder die Möglichkeit, Videostreams einzeln zu pausieren, demonstrieren. Die Gewöhnung der Studierenden an die Online-Lehrsituation dauerte etwa 6 bis 7 Monate.

Weiterführende Informationen

Unterstützungsangebote von CeDiS

  • Beratung zum Einsatz digitaler Lösungen in der Lehre: Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) verfügt über langjährige Erfahrungen beim Einsatz digitaler Medien und Systeme im Bereich des Lehrens, Lernens und Forschens und berät umfassend zu deren Einsatz im gesamten akademischen Umfeld und insbesondere an der Freien Universität Berlin.
  • Schulungen und Workshops: Für Lehrende an der Freien Universität Berlin (Professor/innen, Mitarbeiter/innen, Tutor/innen) sowie Lehrende anderer Hochschulen bietet CeDiS Schulungen und Workshops zum Thema Lehren und Lernen mit digitalen Medien an. Diese Kurse sollen die Teilnehmer/innen befähigen, selbst Online-Elemente in ihrer Lehre einzusetzen.
  • Das Präsidium der Freien Universität unterstützt E-Learning-Initiativen: Mit dem E-Learning-Förderprogramm werden finanzielle Mittel für Lehrende zur Verfügung gestellt, die ihre Lehrveranstaltungen nachhaltig durch Technologie- und Medienunterstützung bereichern und qualitativ verbessern. Es können alle in der Lehre tätigen Wissenschaftler/innen bzw. Institutionen der Freien Universität ohne die Charité-Universitätsmedizin gefördert werden.

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