Seitenhierarchie
Zum Ende der Metadaten springen
Zum Anfang der Metadaten

Kurzbeschreibung

Die Studierenden fassten bereits publizierte Fallberichte für ein Wiki zusammen und werteten diese aus.

Inhaltsverzeichnis

Lehrveranstaltung

Titel der Lehrveranstaltung

"Klinische Rotation Geflügelkrankheiten"

Veranstaltungstyp

Kurs

Fachbereich/Institut

Institut für Geflügelkrankheiten, Veterinärmedizin

Studiengang

Veterinärmedizin

Lehrende/r

Dr. Rüdiger Hauck

TN-Zahl

8 oder 9 pro Gruppe

Phase

Klinische Rotation im 9. und 10. Fachsemester

Dauer

Einmalig an zwei Tagen

Werkzeuge

Umsetzung

Während der klinischen Rotation werden die Studierenden des 9. und 10. Semesters der Veterinärmedizin in Gruppen zu acht oder neunt aufgeteilt. In diesen Gruppen verbringen sie hintereinander einige Zeit an verschiedenen Kliniken und Instituten des Fachbereichs Veterinärmedizin, darunter zwei Tage am Institut für Geflügelkrankheiten. Während dieser Zeit sollen sie das in den vorhergegangenen Semestern Erlernte praktisch vertiefen. Am Institut für Geflügelkrankheiten umfasst die Veranstaltung den Laborkurs am ersten Tag morgens, die Sektionsübung am ersten Tag nachmittags, die Geflügelambulatorik in Geflügelbestände um Berlin am zweiten Tag morgens und praktische Propädeutik am zweiten Tag nachmittags. Zu den Zeiten, als die Klinische Rotation Geflügelkrankheiten durch das Blended-Learning-Element ergänzt wurde, waren die beiden Tage normalerweise zwei Mittwoche im Abstand von einer Woche. Da die Routine am Institut für Geflügelkrankheiten es nicht erlaubt, aktuelle Fälle zu begleiten, sollten die Studierenden zwischen den beiden Mittwochen publizierte Fallberichte in einem Wiki zusammenfassen und auswerten (Abbildung 1).

Abbildung 1: Schematischer Ablauf der klinischen Rotation am Institut für Geflügelkrankheiten

In dem Wiki waren für jede Gruppe vier Seiten vorbereitet, in denen auf je einen in der Fachzeitschrift "Avian Diseases" publizierten Fallbericht verlinkt wurde. Durch die Verlinkung wurde die Urheberrechtsproblematik umgangen. Außerdem war auf der Seite ein Schema für die Zusammenfassung vorgegeben, das aber nicht verpflichtend war (Abbildung 2).

 

Abbildung 2: Beispiel einer Fallzusammenfassung

In einer Email vor Beginn der Rotation im Institut für Geflügelkrankheiten wurde den Studierenden der Link zur Vetipedia geschickt zusammen mit der Bitte, sich dort zu registrieren. Am ersten Tag der Rotation wurde den Studierenden die Aufgabenstellung in ca. fünf Minuten erläutert. Wichtige Punkte waren die Notwendigkeit den Artikel in der kostenpflichtigen Fachzeitschrift aus dem FU-Netzwerk heraus aufzurufen und ein Hinweis auf die Bearbeiten-Schaltfläche. Daneben waren auf einer Wiki-Seite die Informationen zum Nachlesen eingestellt. Die Aufteilung der Fälle wurde den Studierenden selbst überlassen, ebenso wurde im Nachgang nicht abgefragt, wer welchen Artikel bearbeitet hatte, falls alle vier Fälle bearbeitet worden waren. Zum Abschluss der Rotation nach einer Woche wurden aufgetretene Fragen der Studierenden besprochen und ein Feedback zu den Zusammenfassungen gegeben. Ggf. wurde um eine Nachbesserung gebeten.

Nach Bearbeitung der Seiten wurden die Fälle thematisch sortiert (Abbildung 3).

 

Abbildung 3: Vetipedia-Seite mit Verzeichnis der bearbeiteten Fälle

Erfahrungen des Lehrenden

Studierende der Veterinärmedizin sind generell an das Erstellen von Fallberichten gewohnt. Dass der Fall hier als Blended-Learning bearbeitet wurde, wurde von den Studierenden ohne Widerspruch aufgenommen. Trotz der sehr knappen technischen Einführung gab es auch keine Klagen von den Studierenden darüber, dass sie mit der Wiki-Technik nicht zurechtkamen. Relativ häufig traten aber Probleme bei der Registrierung auf, so dass die Zusammenfassung per Email zugeschickt wurde. Insgesamt wurden 90 Fälle bearbeitet.
Wie zu erwarten, waren Qualität und Umfang recht unterschiedlich, wobei der Umfang natürlich auch vom Umfang des Originalartikels abhing. Eine Bitte um Nachbesserung war die Ausnahme. Einmal trat das Problem auf, dass eine Studentin kein Englisch konnte.
Zusammenfassend war das Blended-Learning-Element eine sinnvolle Ergänzung, um ein Gefühl für die Bearbeitung eines Falles im Wirtschaftsgeflügelbereich zu bekommen. Daneben entstand eine grob thematisch geordnete Sammlung von Fallberichten quer durch die Vogelmedizin.

Weiterführende Informationen

Unterstützungsangebote von CeDiS

  • Beratung zum Einsatz digitaler Lösungen in der Lehre: Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) verfügt über langjährige Erfahrungen beim Einsatz digitaler Medien und Systeme im Bereich des Lehrens, Lernens und Forschens und berät umfassend zu deren Einsatz im gesamten akademischen Umfeld und insbesondere an der Freien Universität Berlin.
  • Schulungen und Workshops: Für Lehrende an der Freien Universität Berlin (Professor/innen, Mitarbeiter/innen, Tutor/innen) sowie Lehrende anderer Hochschulen bietet CeDiS Schulungen und Workshops zum Thema Lehren und Lernen mit digitalen Medien an. Diese Kurse sollen die Teilnehmer/innen befähigen, selbst Online-Elemente in ihrer Lehre einzusetzen.
  • Das Präsidium der Freien Universität unterstützt E-Learning-Initiativen: Mit dem E-Learning-Förderprogramm werden finanzielle Mittel für Lehrende zur Verfügung gestellt, die ihre Lehrveranstaltungen nachhaltig durch Technologie- und Medienunterstützung bereichern und qualitativ verbessern. Es können alle in der Lehre tätigen Wissenschaftler/innen bzw. Institutionen der Freien Universität ohne die Charité-Universitätsmedizin gefördert werden.

Merken

Merken