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Kurzbeschreibung

Zum SoSe 2017 wurde der Kurs "Wissenschaftliche Schreibwerkstatt" für Kulturwissenschaftler um E-Learning-Elemente erweitert. Hierbei sollte der effektive Einsatz von Blackboard mit den Funktionen Blog und Diskussionsgruppe genutzt werden. Als Ergebnis der "Wissenschaftlichen Schreibwerkstatt" ist ein FU-Wiki entstanden, das alle FU-Mitglieder nutzen können und das die jeweiligen Kursteilnehmer der Folgekurse als Autorinnen mit Inhalt füllen.
Inhaltsverzeichnis

Lehrveranstaltung

Titel der Lehrveranstaltung

"Wissenschaftliche Schreibwerkstatt"

VeranstaltungstypABV Kurs - Seminaristische Übung
Fachbereich/InstitutGeschichte & Kulturwissenschaften
Studiengangalle BAs
Lehrende/rBeate Richter
TN-Zahlmax. 20
Phasein der Vorlesungszeit
Dauerein ganzes Semester
SWS/LP28

Werkzeuge

Blackboard & das FU-Wiki "Wissenschaftliche Schreibwerkstatt" werden eingesetzt:

Schreibgruppen/Arbeitsgruppen mit einem Blog auf Bb mit der Funktion Peer-Review

Teil 1: In 2 Sitzungen bearbeiten die TN zusammen das Thema "Lektorat eines wissenschaftlichen Textes". Als Gruppe überarbeiten sie zweimal einen selbst gewählten Text und stellen das Ergebnis in den Blog der Gruppe ein und damit zur Diskussion für alle TN des Seminars:

1) Überarbeiten eines Textes hinsichtlich "Konzeption & Einleitung/Exposé"

2) Überarbeiten eines Textes hinsichtlich "Struktur & Gliederung"

Teil 2: In 3 Sitzungen bearbeiten die TN zusammen das Thema "Produktion von wissenschaftlichen Texten". Als Gruppe erarbeiten sie dreimal einen Gruppen-Text (jeweils Minimum 1500 Worte) und stellen das Ergebnis in den Blog der Gruppe ein und damit zur Diskussion für alle TN des Seminars:

3) erste Fassung:  nach Input "Techniken der Erarbeitung / Forschung"

4) zweite Fassung: nach Input "Rohfassung erstellen"

5) dritte Fassung: nach Input "Überarbeitung von Texten"

 

Lerntagebuch: Tandemgruppen auf Bb zu Diskussion und individuellen Reflektion

Für 6 Sitzungen bilden 2 TeilnehmerInne ein Team / ein Reflexionstandem: Fragen und Ideen werden schriftlich im Blackboard festgehalten und anschließend mit dem Tandempartner schriftlich diskutiert. Der Auftrag lautet:
1. Bitte schreiben Sie beide nach jeder Veranstaltung je eine Reflexion: Minimum 500 Wörter, Termin zum Hochladen im Blackboard (in Ihrem Tandemgruppen-Bereich unter Diskussionsforum) ist  jeweils der folgende Freitag nach dem Kurstermin. 2. Lesen Sie bitte jeweils die Reflexion Ihres Tandempartners und kommentieren Sie diese: Minimum 500 Wörter, Termin zum Hochladen im Blackboard (in Ihrem Tandemgruppen-Bereich unter Diskussionsforum) ist jeweils der folgende Mittwoch eine Woche nach dem Kurstermin.

 

Wiki: „Wissenschaftliche Schreibwerkstatt

Jeder Teilnehmer erstellt bis zum letzten Seminartermin zwei sinnvolle Wiki-Einträge: Linksammlung, Textbeitrag etc.

Umsetzung

Ablauf: Mit einer Einstimmungs- und einer Abschlusssitzung ergeben sich folgende Seminarthemen:

1. Kurs - 08:30 - 11:45: Einstimmung / Eröffnung der Werkstatt

2.  Kurs - 08:30 - 11:45: Schwerpunkt Konzeption & Einleitung/Exposé

3.  Kurs - 08:30 - 11:45: Schwerpunkt Struktur & Gliederung

4.  Kurs - 08:30 - 11:45: Schwerpunkt Techniken der Erarbeitung von Inhalten / Forschung

5.  Kurs - 08:30 - 11:45: Schwerpunkt Rohfassung erstellen

6.  Kurs - 08:30 - 11:45: Schwerpunkt Überarbeitung von Texten

7.  Kurs - 08:30 - 11:45: Abschluss - Wiki im Blick

 

Funktion und Verteilung von Präsenz- und E-Learning-Angeboten:

Folgende Passagen "Präsenz" und "E-Learning" wurden durchgeführt:

A) Präsenzzeit im Seminar: für fachlichen Input, Diskussion in Gruppen/im Plenum

B) E-Learning & Präsenz im Seminar: während der Veranstaltungen sollen die TN die Instrumente Blog und Wiki mit Inhalten füllen und sich austauschen

C) E-Learning außerhalb des Seminars: in der Selbstlernzeit vernetzen sich die Arbeitsgruppenmitglieder und die Tandempartner und arbeiten an Texten o. Ä., die sie für eine "aktive Teilnahme" erbringen müssen (sieh unten)


Der Blackboard-Kurs

Folgende Elemente (mit Funktionen) sind im Blackboardkurs eingerichtet:

Ankündigungen fassen Ziele, Ablauf und Aufgaben zusammen, um für die halb und ganz abwesenden Studenten die Bedingungen der aktiven Teilnahme verbindlich festzuschreiben.

Kursmaterial enthält alle Tafelbilder und die Aufgabenstellungen, die inhaltlich am Beginn des Kurses noch variabel waren. Vereinzelt werden Arbeitsblätter und Skripte zu den Sitzungen 2 bis 6 eingestellt.

Die Blogs der Arbeitsgruppen erhalten die Funktion, Gruppen- und Einzel-Arbeitsergebnisse aus den Arbeitsgruppen zu dokumentieren und zu präsentieren, mit der Möglichkeit für alle Kursteilnehmerinnen, diese Ergebnisse zu lesen und zu kommentieren.

Arbeitsgruppen ist der Bereich, in dem sich die TN in der ersten Sitzung zu Arbeitsgruppen (mit maximal 5 Mitgliedern) und in der zweiten Sitzung zu Tandem-Gruppen (mit maximal 2 Mitgliedern) zusammenfinden können. Die Arbeitsgruppen mit Blog sind offen und für alle einsehbar. Die Tandem-Gruppen eröffnen ein intimeres Gespräch zwischen je 2 TN, mit der Funktion, den Input des Präsenzkurses zu reflektieren.

Das Diskussionsforum sollte eine weitere freie Form der Kritik, des Nachfragens etc. ermöglichen.

Das FU-Wiki (Wissenschaftliche) Schreibwerkstatt stellt die Ergebnissicherung von Inhalten dar und übernimmt didaktisch die Funktion der Wiederholung/Festigung von Gelerntem.

Standardlinks: E-Mail-Verteiler und der Primo-Literatursuche wurden übernommen.

 

Erfahrungen der/des Lehrenden

Insgesamt hatten sich 16 Studenten in den Kurs eingetragen. 8 Studenten haben regelmäßig teilgenommen, 6 Studenten hatten bis zum 22.8.17 die Bedingungen der aktiven Teilnahme erfüllt. Damit haben vorerst nur 37,5 % den ABV-Kurs abgeschlossen. Dieses Ergebnis befriedigt nicht. Im Wintersemester hatten von 25 insgesamt 14 Studenten den Kurs erfolgreich abgeschlossen. Das entsprach 56 %.

Da ich dieselben Inhalte in den vergangenen Semestern ebenfalls unterrichtet habe, lässt sich der Einfluss des Blended-Learning-Konzeptes sehr deutlich erkennen:

  • Durch die strikte Aufgabenstellung für eine „aktive Teilnahme“ konnte ich viel mehr Output an geschriebenem und überarbeitetem Text bei den Studenten erzeugen. Das ist in einem Schreibkurs als positiver Effekt zu bewerten. Leider entstanden auch weniger ernsthafte Ergebnisse (Fußballberichterstattung).
  • Die Arbeit mit Blackboard hat sich bei TN und Dozentin stark erhöht. Dennoch lässt sich die Anstrengung nicht wirklich mit didaktischen Vorteilen begründen. Die Arbeit einer Gruppe an einem Blogeintrag wurde zumeist zu einer Einzelleistung, die von den restlichen Gruppenmitgliedern 'mit benutzt' wurde. Hier fehlt mir noch ein Konzept zur Anleitung von Gruppenarbeit, die wirklich zu einem Gemeinschaftsprodukt führt. Die Tandems waren nicht intim genug - teilweise wurde nur der thematische Inhalt der Unterrichtseinheit beschrieben, weder verarbeitet noch hinterfragt o. Ä.Auch hier wäre ein klares Konzept zur Anleitung und Motivation zu entwerfen.
  • Sehr erfreulich erscheint mir die Wirkung des Produktes FU-Wiki. Die oben beschriebenen Effekte einer didaktischen Aufbereitung des Gelernten durch den Lerner für andere Lerner sollte in späteren Kursen unbedingt verstärkt werden. Man lernt am besten, wenn man selbst lehrt - das kennt jeder reflektierte Dozent. Hier sehe ich bei 'langsamer Füllung' des Wikis auch eine schöne Möglichkeit, eine Evaluation des Produktes durch weitere Generationen von Kurs-TN vornehmen zu lassen.
  • Die Effekte des Whiteboards möchte ich hier doch nicht unerwähnt lassen. Im Kurs mit den Beispielen der TN entwickelte Tafelbilder haben für mich einen unschätzbaren Wert. Das Foto als Brücke vom analogen Offline- ins digitale Online-Szenario erscheint mir noch wenig optimal.

Die Begeisterung der Dozentin gegnüber dem gewählten Blended-Learning-Konzept hält sich in Grenzen. Ich werde das Szenario aber weiter pflegen und nach Optimierungen schauen, die das noch recht 'hölzerne' Konzept für die Nutzer motivierender gestaltet. Der erste Versuch ist nie der beste.

Weiterführende Informationen

siehe Wiki: „Wissenschaftliche Schreibwerkstatt

Unterstützungsangebote von CeDiS

  • Beratung zum Einsatz digitaler Lösungen in der Lehre: Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) verfügt über langjährige Erfahrungen beim Einsatz digitaler Medien und Systeme im Bereich des Lehrens, Lernens und Forschens und berät umfassend zu deren Einsatz im gesamten akademischen Umfeld und insbesondere an der Freien Universität Berlin.
  • Schulungen und Workshops: Für Lehrende an der Freien Universität Berlin (Professor/innen, Mitarbeiter/innen, Tutor/innen) sowie Lehrende anderer Hochschulen bietet CeDiS Schulungen und Workshops zum Thema Lehren und Lernen mit digitalen Medien an. Diese Kurse sollen die Teilnehmer/innen befähigen, selbst Online-Elemente in ihrer Lehre einzusetzen.
  • Das Präsidium der Freien Universität unterstützt E-Learning-Initiativen: Mit dem E-Learning-Förderprogramm werden finanzielle Mittel für Lehrende zur Verfügung gestellt, die ihre Lehrveranstaltungen nachhaltig durch Technologie- und Medienunterstützung bereichern und qualitativ verbessern. Es können alle in der Lehre tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bzw. Institutionen der Freien Universität ohne die Charité-Universitätsmedizin gefördert werden.

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